FAM = Familarisierung; hier gewöhnen wir die Kinder an die Messmethoden (November-Dezember 2025)
PRE = Prä-Intervention: Hier halten wir den Zustand VOR der Intervention fest (Anfang Januar 2026)
MID = Middle: nicht ganz in der Mitte, aber 5 Wochen nach Trainingsstart schauen wir die ersten Adaptationen an (Mitte Februar 2026)
POST= Nach-Intervenition: Die Anpassungen durchs Training im Vergleich zu Kontrollgruppe werden erfasst (Anfang Juni 2026)
FU1 = Follow-up 1: Nachverfolgung über 9 Monate dienen der Überprüfung der Nachhaltigkeit (März 2027)
FU2 = Follow-up 2: Nachverfolgung über 18 Monate dienen der Überprüfung der Nachhaltigkeit (Dezember 2027)
Die Studie läuft randomisiert-kontrolliert und verblindet für das Messpersonal ab. Das heisst, die Kinder werden nach PRE zufällig in die Interventions- (Training) oder Kontrollgruppe gewürfelt. So oder so haben die Kinder 6 Messzeitpunkte (FAM, PRE, MID, POST, FU1, FU2). Plus werden je eine Trainingseinheit anfangs und ende Studienlaufzeit für beide Gruppen absolviert, in welcher wir akute Blutveränderungen messen (Symbol Blutstropfen).
Ist der zeitliche Aufwand von den Trainings nicht umesetzbar für Sie, Sie möchten die Forschung für kindliche Entwicklung trotzdem unterstützen, dann schauen Sie doch in unsere Längsschnittstudie rein (Messungen alle 9-12 Monate):
Alle 6 Messzeitpunkte sind identisch und dauern jeweils ca. 1.5h. Die folgende Testbatterie wird dabei absolviert:
Die Maximal- und Explosivkraft wird in der Dynamik und Statik mit verschiedenen Übungen erfasst.
Kein Mensch kann alle Muskelfasern eines Muskels gleichzeitig mit maximaler Intensität aktivieren. Die sogenannte willentliche Aktivierung ist bei Kindern in der Regel geringer als bei Erwachsenen, sie reagiert jedoch auf Trainingsreize. Um die willentliche Aktivierung zu erfassen wurde die schmerzfreie Messmethode der magnetischen Nervenstimulation entwickelt. Mit einer medizinischen Magnetspule wird ein Reiz auf den Nerv der Oberschenkelmuskulatur appliziert und damit die «Kraftreserve» während einer maximalen Übung zusätzlich aktiviert.
Im gleichen Setting wie oben beschrieben, testen wir, wie ermüdungsresistent die Kinder sind. Dabei werden maximale Kontraktionen der Oberschenkelmuskulatur wiederholt, bis die Kraft abnimmt. Mit zusätzlichen Impulsen der Magnetspule, können wir zwischen zentralen (Gehirn, Rückenmark) und peripheren (Muskel/Nerv) Ermüdungsmechanismen unterscheiden.
Mittels Ultraschallbilder werden die Muskelgrösse und auch architektonische Struktur in der Oberschenkelmuskulatur erfasst.
An den Messterminen im Labor wie auch in den entsprechenden 2 Trainings entnehmen wir jeweils Blutproben (<1 mL). Mit einem minimalen Stich ins Ohrläppchen entnehmen wir 4 Blutstropfen auf einem Filterpapier (Methode: Dried Blood Spots). Die Geschlechts- und Wachstumshormone sowie Stressindikatoren (growth hormone, insuline-like growth-factor-1, Cortisol, Testosteron, Progesteron) helfen uns zu verstehen, wie der Körper auf Training und Wachstum reagiert und wie der Status in Ruhe ist.